
Ergotherapie bei ADHS – Struktur, die im Alltag trägt.
Wenn Konzentration, Impulskontrolle und Organisation den Familien- und Schulalltag bestimmen, setzt Ergotherapie genau dort an: an konkreten Situationen, nicht an abstrakten Übungen.
Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – auf ärztliche Verordnung.
Nicht mehr Anstrengung, sondern bessere Bedingungen.
ADHS ist keine Frage von Wollen. Aufmerksamkeitssteuerung, Impulskontrolle und Handlungsplanung sind betroffen – und genau diese Funktionen brauchen im Alltag Struktur, Rhythmus und passende Reizbedingungen. Ergotherapie arbeitet deshalb an der Schnittstelle von Person, Aufgabe und Umgebung.
In der Praxis heißt das: Wir schauen uns die schwierigen Momente konkret an – Hausaufgaben, Morgenroutine, Ranzen packen, im Unterricht sitzen bleiben, im Beruf einen Arbeitsblock abschließen. Daraus entstehen Strategien, die geübt und dann in den echten Alltag übertragen werden.
Die Behandlung ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung und keine Medikation. Sie ergänzt sie um den Teil, der im Alltag sichtbar wird: Handlungsfähigkeit.
So läuft die Behandlung
In der Regel einmal wöchentlich, meist zehn bis zwanzig Einheiten je Verordnung.
Befund & Ziele
Erstgespräch mit Eltern beziehungsweise Betroffenen, Beobachtung im Handeln, Erhebung von Alltagssituationen – daraus zwei bis drei überprüfbare Ziele.
Training im Handeln
Aufmerksamkeitssteuerung, Selbstinstruktion, Pausen- und Impulssteuerung – geübt in Aufgaben, die dem Alltag ähneln, nicht in reinen Arbeitsblättern.
Umfeld & Transfer
Beratung für Familie, Kita, Schule oder Arbeitsplatz: Reizreduktion, sichtbare Strukturhilfen, klare Abläufe – damit Gelerntes außerhalb der Praxis hält.
ADHS in jedem Lebensalter

Ergotherapie für Kinder
Motorik, Wahrnehmung, Konzentration und Grafomotorik – spielerisch und im Tempo des Kindes.

Ergotherapie für Jugendliche
Struktur, Selbstorganisation und Konzentration bei ADHS, Schulstress und emotionaler Belastung.

Ergotherapie für Erwachsene
Nach Schlaganfall oder Unfall, bei chronischen Erkrankungen und beruflicher Belastung.
Verordnung bei ADHS
Bei ADHS verordnen Kinder- und Jugendärzt:innen, Kinder- und Jugendpsychiater:innen oder Psychiater:innen in der Regel psychisch-funktionelle Behandlung (PS1) oder sensomotorisch-perzeptive Behandlung (EN1/SB1), teils ergänzt um Hirnleistungstraining. Gesetzlich Versicherte zahlen die Zuzahlung von 10 Euro je Verordnung plus 10 Prozent je Behandlung, sofern keine Befreiung vorliegt. Senden Sie uns Ihr Rezept gern vorab als Foto – wir prüfen es und melden uns mit einem Terminvorschlag.
Weiterführende Informationen
In 30 Sekunden zur richtigen Verordnung
Viele Patient:innen sind unsicher, was der Arzt auf das Rezept schreiben muss. Beantworten Sie zwei kurze Fragen – wir zeigen Ihnen die passende offizielle Terminologie nach Heilmittelkatalog.
Für wen ist die Therapie?
Wählen Sie die passende Altersgruppe.

Jeder Mensch verdient Unterstützung, die wirklich ankommt.
Mit Fachwissen, Ruhe und Zeit begleiten wir Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien auf ihrem Weg.
