
Wenn Schreiben mehr Kraft kostet, als es sollte.
Verkrampfte Stifthaltung, unleserliche Schrift, schnelle Ermüdung: Grafomotorische Schwierigkeiten sind gut behandelbar – wenn man an der Ursache ansetzt statt nur zu üben.
Für Vorschul- und Schulkinder, auf ärztliche Verordnung.
Schrift ist das Ergebnis vieler Voraussetzungen.
Bevor ein Kind flüssig schreibt, müssen Rumpfstabilität, Schulter- und Handgelenksführung, Kraftdosierung, Auge-Hand-Koordination und Formwahrnehmung zusammenspielen. Fehlt eine dieser Grundlagen, hilft mehr Üben selten – es verfestigt eher Ausweichbewegungen.
Wir befunden deshalb zuerst, wo es hakt: Sitzhaltung und Stabilität, Stiftführung und Druck, Blickführung, Formwiedergabe, Tempo und Ausdauer. Erst danach wird geübt – vom groben zum feinen, vom Spiel zum Blatt.
Eltern und Lehrkräfte bekommen konkrete Hinweise: passende Stifte und Griffhilfen, Sitzposition, Blattlage, sinnvolle Pausen und realistische Erwartungen an Menge und Tempo.
So läuft die Behandlung
Meist einmal wöchentlich, mit kurzen Übungsimpulsen für zu Hause.
Befund
Beobachtung von Haltung, Stiftführung, Druck und Schreibtempo, ergänzt um standardisierte grafomotorische Aufgaben.
Grundlagen aufbauen
Rumpf- und Schulterstabilität, Handkraft, Kraftdosierung und Auge-Hand-Koordination – spielerisch und in großen Bewegungen beginnend.
Schrift & Ausdauer
Formaufbau, Bewegungsrichtung, Rhythmus und Schreibausdauer, dann Transfer in Heft, Hausaufgaben und Unterricht.
Verordnung bei grafomotorischen Schwierigkeiten
Kinderärzt:innen verordnen hier meist sensomotorisch-perzeptive Behandlung (SB1/EN1), je nach Befund ergänzt um motorisch-funktionelle Anteile. Auf dem Rezept stehen Diagnose, Heilmittel und Behandlungsanzahl nach Heilmittelkatalog. Gesetzlich Versicherte zahlen die Zuzahlung von 10 Euro je Verordnung plus 10 Prozent je Behandlung, sofern keine Befreiung vorliegt.
Weiterführende Informationen
In 30 Sekunden zur richtigen Verordnung
Viele Patient:innen sind unsicher, was der Arzt auf das Rezept schreiben muss. Beantworten Sie zwei kurze Fragen – wir zeigen Ihnen die passende offizielle Terminologie nach Heilmittelkatalog.
Für wen ist die Therapie?
Wählen Sie die passende Altersgruppe.

Jeder Mensch verdient Unterstützung, die wirklich ankommt.
Mit Fachwissen, Ruhe und Zeit begleiten wir Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien auf ihrem Weg.
